09.08.2012 Kenedy Space Center

Auf dem heutigen Tagesprogramm steht das Kendey Space Center mit all den Attraktionen der Raumfahrt. Wir fahren entlang der Küstenstrasse bis Cape Canaveral. An der Kasse stehen bereits viele Leute an, denn heute ist noch das 50 Jahr Jubiläum des Space Centers. Zugleich ist auch das 50 Jahr Jubiläum der ersten Weltumrundung im Orbit durch den Amerikaner John Glenn. Der Eintritt beträgt stolze 45 $ pro Person doch der Besuch ist das Geld wert. Auf dem Gelände gibt es einen Shuttle Bus, der uns an die verschiedenen Plätze bringt. Obwohl alles zum Space Center gehört, sind wir pro Station zwischen 10 und 15 Minuten am fahren. Der erste Stopp ist draussen bei der Beobachtungsplattform für den Raketenstart. Von hier aus sieht man die Transportpiste des Raupenfahrzeuges, welches die Plattform mit der Rakete an den Startplatz transportiert hat.

Das Gefährt wiegt 2721 t und hat 2 Motoren mit je 2750 PS. Es ist 40 m breit und 35 m lang. Auf diesem Gefährt befand sich die Plattform, auf welcher die Rakete zum Transport aufgestellt wurde diese Plattform wiegt 5715 t. Das Gewicht der Startbereiten Rakete betrug bis 2934 t somit wog das gesamte Gefährt 8400 t. Der Weg von der Montagehalle zur Startposition betrug rund 5,6 km und dauerte ca. 24 Stunden. Der Dieselverbrauch der Motoren betrug 1 Gallone auf 2,5 Fuss umgerechnet 496‘733 lt auf 100 km.

Es ist ein Ort des Gigantismus, der Mensch, der hier so grosses vollbracht hat, erscheint hier wie eine Ameise. Beim zweiten Halt betraten wir die Kommandozentrale, wo der erste Mondflug überwacht und geleitet wurde. Alles wurde über die Leinwand und mit Akustikeffekten so nachgebildet, dass wir bei der Vorführung den Start, den Flug und die Landung der Apollo 11 Mission hautnah miterleben konnten. Ein Erlebnis das wirklich unter die Haut geht. Auf der Seite angebaut befand sich eine Rakete mit Kapsel aus dem Raumfahrtprogramm, die zwar für den Start fertig gefertigt war jedoch nicht zum Einsatz kam, da das Programm abgebrochen wurde. So können sich die Besucher am Anblick der, im Original aufgebauten Rakete erfreuen. Es hat in der ganzen Raumfahrtsgeschichte immer wieder Tiefschläge gegeben, die Menschen mit dem Leben bezahlt haben. Einen Leitsatz habe ich für mich jedoch aus diesem Ort mitgenommen und der passt auch ins tägliche Leben. „Failure is not an option“ was so viel bedeutet wie: Versagen ist keine Möglichkeit. Zurück im Tourist Center besuchten wir noch das iMax Kino mit einem Film von der Internationalen Raumstation die in Zusammenarbeit von 16 Nationen aufgebaut wurde. Das war ein richtig geniales Erlebnis, denn mit dem 3D Film war man inmitten des Geschehens dabei, da lebte man während 45 Minuten die Schwerelosigkeit mit. Der Ort Cape Canaverel ist schon was ganz spezielles, er hat etwas Mystisches, Anmutendes, Respekt vor dem Unendlichen, Trauriges und zugleich Abenteuerliches an sich. Jeder der Mal hier in die Nähe reist, sollte sich einen Tag für dieses Erlebnis reservieren.

Die Zeit vergeht im Fluge es ist bereits 15 Uhr und wir wollen noch ein Stück Richtung Norden fahren.

In Brunswick beziehen wir unser Nachtquartier und schliessen den Tag mit einem feinen Steak und Gemüse ab.

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