06.08.2012 Sarasota bis Key Largo

Heute Morgen geniesse ich den Tagesanfang auf dem Balkon mit Blick auf das Meer. Es ist schon speziell für uns Binnenländer die Weite des Meeres erleben zu können. Ich geniesse jeden Augenblick und präge mir die Farben, das Rauschen der Wellen und die warme feuchte Luft auf der Haut genau ein, damit ich es in der kalten Winterzeit wieder in Erinnerung rufen und mich daran erfreuen kann.

Wir packen unsere paar Sachen, Notebook, Ladegeräte, Fotoapparat, Eisbeutel für Kühlbox, Zahnpasta und Zahnbürste und unseren Strassenatlas und machen uns auf den Weg. Wir nehmen den Highway 75 Richtung Port Charlotte, Fort Meyers und Bonita Springs. Wir durchqueren schon wenige Meilen von Sarasota entfernt eine Gewitterfront. Das Klima ist hier sehr tropisch und solche Regengüsse sind an der Tagesordnung. Am Nachmittag wollen wir in Everglade City mit einem Airboat eine Safari durch die Sümpfe machen. Leider fahren wir auch hier wieder in eine Regenfront und es schüttet wie aus Kesseln. Der Guide am Hafen sagt, dass dieses Wetter für den Rest des Tages anhalten werde und wir entschliessen uns das Vorhaben aufzugeben. Unser Reisegepäck besteht wirklich nur aus Zahnbürste, einer kurzen Hose und einem T-Shirt. Deshalb können wir mit den in Regenkleider eingepackten Touristen nicht mithalten, die dann trotz des Regens in die Safari einsteigen. Tja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und hier gibt es bestimmt noch manchen schönen Tag dies nachzuholen. So fahren wir weiter nach Osten durch den Everglades National Park auf der Scenic Road 41. Diese Strasse führt uns auf einer Länge von über 100 Meilen durch die unendliche Weite dieser Sumpflandschaft.

Die Everglades bilden ein sehr komplexes Ökosystem welches in gegenseitiger Abhängikeit von Sägen-Gras, Zypressen-Sümpfen und Mangroven-Wäldern, den zig -tausenden Inseln von Hatzholz Hammocks, dem Kiefern-Felsland und dem alles umschliessenden Meer gebildet wird.

Von der 41 biegen wir vor Sweetwater nach Süden und fahren über Homestead, Florida City bis Key Largo wo wir unser Hotelzimmer nehmen. Hier ist alles ziemlich alt und zum Teil dem Verfall ausgeliefert. Kaum zu glauben, dass dies der Zugang zur Touristenfalle Key West ist. Nur das Preisniveau deutet klar darauf hin, dass hier die Welt des Festlandes aufhört.

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