05.08.2012 Talahassee bis Sarasota

Wir wissen, dass wir im Staat Florida fast an jedem Ort einige Tage mit irgendwelchen Aktivitäten verbringen könnten. Nur dazu müssten wir ein Jahr unterwegs sein. Ich bin überzeugt, dass auch diese Zeit noch kommt.

Auf dem High Way 10 fahren wir bei regnerischem Wetter Richtung Live Oak bis Lake City. Dort wechseln wir auf die 75 bis Ocala und fahren dann gemütlich durch die Wälder Richtung Homosassa Springs. In Homosassa machen wir einen Boxenstop bei Walmart und Target, um unsere Kühlbox mit Fleisch und Früchten aufzufüllen. In der Nähe finden wir auch einen kleinen Zoo wo es unter anderem Manatees gibt. Manatees sind bei uns bekannt unter dem Namen Seekühe. Die grössten Tiere werden bis zu 3.6 m lang und haben ein max. Gewicht von bis zu 1700 kg. Im Durchschnitt sind sie jedoch knapp 3 m lang und wiegen etwa 550 kg. Leider ist diese Spezies vom Aussterben bedroht und da sich die Tiere nur sehr langsam fortpflanzen, wird diese Gefahr noch unterstrichen. Diese tolpatschigen Wasserkreaturen mit den treu blickenden Augen sehen einfach süss aus.

Von Homosassa aus fahren wir weiter Richtung Süden um bei Sarasota zu übernachten. Bei St. Petersburg überqueren wir einige Meeresbuchten auf grossen Brücken. Das Interessante und typisch amerikanische ist, die alten ausgedienten Brücken werden einfach stehen gelassen während die neuen benutzt werden, bis auch diese wieder alt sind und ausgedient haben. So gibt es in und um St. Petersburg einen richtigen Wirr-Warr von Brücken. Die Fischer freuen sich natürlich über dieses Phänomen, denn die alten Brücken sind für sie freigegeben und bieten einen idealen Ort zum Fischnen. In Florida ist der Volkssport Nummer eins, das Fischen und das Jagen. Wir sind davon überzeugt, wenn hier jemand diese zwei Dinge beherrscht, braucht er nie zu hungern und könnte gut und gesund, von dem leben, was die Natur bereithält.

Damian hat von Bekannten erfahren, dass es in Sarasota sehr schön sei und wir unbedingt dort einen Halt machen sollen. So wie wir in das Städtchen reinfahren und uns Richtung Küste durchschlängeln, könnnen wir diese Empfehlung nur bestätigen. Ganz an der Küste finden wir ein Hotel mit noch freien Zimmern in Richtung Meer – sogar in der sechsten Etage mit Balkon. Ein richtiger Traum hier oben zu logieren und später die Abendstimmung geniessen zu können. Vorher gehen wir noch ins Städtchen und lassen uns in einem guten Restaurant mit exquisitem Essen und einem guten Wein verwöhnen. Langsam geht der Tag zu Ende und der Himmel färbt sich gelb bis orange. Zusammen mit den Wolken gibt es eine einzigartige Stimmung. Wir machen noch einen Spaziergang ans Meer bevor wir dann das Einnachten von unserem Balkon aus geniessen können. Dies alles bei angenehmen 30 Grad – fast schon kitschig.

PS: Wir möchten uns ganz herzlich für das delikate Nachtessen bedanken das uns ein ganz lieber Mensch gesponsert hat. Tausend Dank

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