30.09.2009 – Rangley bis Grand Junction

Am Morgen um 5.30 als ich erwache, höre ich wie der Regen auf das Hoteldach prasselt und denke mir, dass die Natur wieder einmal gut für uns sorgt. Bis jetzt hatten wir ziemlich anstrengende Tage und konnten uns nicht für eine Pause entschliessen. Die Tour führt heute über Naturstrassen und hohe Pässe. Zum Teil ist es wahrscheinlich rutschig wenn es regnet oder sogar schneit. So ziehe ich zufrieden die Decke nochmal über die Ohren und döse weiter. Um 7.30 stehen wir dann doch auf weil uns das Reisefieber nicht schlafen lässt. Währendem wir so etwas wie Frühstück haben, hören wir die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Es ist Kaltfront angesagt, die Regen und Schneebringen soll. Jetzt haben wir nur noch eine Wahl, so schnell als möglich packen und und auf den Weg machen, denn wenn wir erst morgen über die Berge gehen und es geschneit hat, sind die Strassen gesperrt. Dies würde bedeuten, dass wir die Quelle des White Rivers nicht sehen würden. Auch der White River gehört zu den bedeutenden Nebenflüssen des Green River und somit auch des Colorado Rivers. Weiterlesen

29.09.2009 – Green River bis Rangely via Dinosaur National Monument – 320 Meilen

Am Morgen um 6.00 Uhr nehmen wir ein typisch amerikanisches Frühstück im Diners ein. Anschliessend machen wir uns über die 530 auf den Weg Richtung Süden. Wir fahren dem ganzen Falming Gorge Reservoir entlang bis nach Dutch John. Erst führt der Weg über hügeliges, karges Land, doch schon bald säumen Wälder in den üblichen Farben Gelb, Grün und Braun, den Weg. Der Stausee Flaming Gorge bietet in der Morgenstimmung ein einmalig schönes Bild. Wir machen einen kleinen Halt und fahren dann auch hinunter zum Fluss unterhalb des Staudammes. Ein imposantes Bauwerk von 140 Metern Höhe blockiert den freien Durchfluss des Green Rivers. Der See hat eine Uferlinie von 660 km und ist ein beliebter See für Bootfahrer und Fischer. Am Auslauf des Stausees, schlängelt sich der Fluss in seiner ursprünglichen Form durch das Gebirge und zieht eine tiefe Furche Richtung Süden. Hier finden die Rafter und Kanufahrer ihren Spielgrund.Wir suchen noch den Flugplatz in Dutch John auf, der für unsere Dreharbeiten einen idealen Ausgangspunkt bietet. Die Strassen in diesem Ort sind derart grosszügig angelegt worden, dass man das Gefühl bekommt, es müsste jeden Moment ein Jet bei der Landung auf einen zu rollen. Auch gibt es viele leere Bauparzellen und zwei Immobilienbüros die für den Verkauf von Liegenschaften werben. Wir sind erstaunt, dass es so etwas in dieser Einsamkeit hier draussen überhaupt gibt. Nach einer Rundfahrt durch den Ort kehren wir zurück auf die 191. Bis nach Vernal fahren wir durch die Bergwälder und immer wieder müssen wir eingestehen, dass wir in Sachen Farben die idealste Jahreszeit für unseren Scouting Trip gewählt haben. Weiterlesen

28.09.2009 – Jakson bis Green River WY via Yellow Stone NP 520 Meilen

Die heutige Tour ist ein kleiner Abschweifer von unserem Projekt. Weil wir für die Erkundung des Green Rivers so weit nach Norden fahren müssen, lassen wir es uns nicht entgehen einen Abstecher in den Yellowstone Nationalpark zu machen. Für unser Vorhaben bietet die Morgenstimmung die Besten Voraussetzungen. Wir haben für die Fotos eine ganz spezielle Stimmung und darüber hinaus sieht man auch viele wilde Tiere, die tagsüber nicht sichtbar in den Büschen liegen. So fahren wir bereits um 5.30 los und wie erwartet sehen wir nach wenigen Meilen bereits eine Gruppe Elche beim Fressen. Weiterlesen

27.09.2009 – Steamboat Springs bis Jakson – 400 Meilen

Wir stehen um 5.30 Uhr auf und beginnen sofort wieder mit der Arbeit. Hier in unserem super eingerichteten Hotelzimmer haben wir direkten Zugang zum Internet. So können wir auch unseren Blogtext sprich unser Reisetagebuch, das auch als Grundlage für unser Drehbuch dient, schreiben, die Bilder auswählen, anpassen und einfügen und das Ganze für unsere Leser ins Netz stellen.Um 7.00 Uhr ist das Frühstück bereit. Da wir normalerweise nur für diese eine Mahlzeit Zeit haben, geniesse ich es ausgiebig, vor allem weil wir es beim buchen des Hotelzimmer herausgehandelt haben. Mmmh schmeckt das gut. Weiterlesen

26.09.2009 – Walden bis Steamboat Springs – 270 Meilen

Es ist noch dunkel als wir unser Motelzimmer verlassen. Die Nacht war kristallklar aber auch dementsprechend kalt. Auf den Autoscheiben hat sich Reif gebildet. Hier in Amerika taut man die Scheiben mit der Heizung auf. Wir übernehmen diese Gewohnheit und während wir unser Gepäck aufladen, lassen wir das Auto warm laufen. Eigentlich ganz angenehm wenn man in ein vorgewärmtes Auto steigen kann. Wie jeden Tag suchen wir eine Tankstelle mit Shop auf, um den Tank von unserem Nissan zu füllen und etwas zwischen die Zähne zu kriegen. Ich spreche bewusst nicht von Frühstück, denn das Brot das man in den Shops kaufen kann ist weit entfernt von dem was wir Brot nennen. Die vakumierte Wurst war nicht schlecht doch auch der Swiss Cheese (Schwizer Käse) ist nicht wirklich Käse wie wir ihn kennen. Was mir aber an den Shops gefällt, ist der Automat mit den verschiedenen Kaffee- und Schokogetränken. Ich mische mir immer einen grossen Becher mit allen Aromen zusammen. Damian hänselt mich wegen dieser Angewohnheit, doch ich denke mir wiel langweiliges sein muss sich diesen Genuss entgehen zu lassen. Weiterlesen

25.09.2009 – Boulder bis Walden – 410 Meilen

Am Morgen stehen wir bereits um 4.30 auf und packen unsere sieben Sachen und machen uns bereits um 5.00 auf den Weg. Als Erstes machten wir den Flughafen in Boulder ausfindig, um einen davon Eindruck zu bekommen. Der Flughafen in Boulder wird der Ausgangspunkt von unserem Filmprojekt sein. Mit unserem Nüvi (Navigationssystem) kein Problem. Bereits um 6.00 Uhr stehen wir an den Toren die leider noch geschlossen sind. Was wir in der Morgendämmerung erkennen können ist zufriedenstellend. Anschliessend suchen wir eine Tankstelle mit Shop auf wo es auch einen Kaffee gibt. Jetzt geht unsere eigentliche Reise los. Wir fahren von Boulder nach Ward und entlang der Scenic Road nach Estes Park. Von dort aus beabsichtigten wir über den Iceberg Pass (11’827 Fuss bzw. 3605 m) zum Poudre Lake zu fahren, wo wir die Quelle des Colorados vermuteten. Der Ranger am Eingang war ein aufgestellter Mann und wir haben mit ihm über die Bunny Hills (sanften Hügel), die sie als grosse Berge ansehen gewitzelt. Er hat gelacht und gesagt er war auch mal in der Schweiz und wir hätten natürlich die grösseren Berge. Wo er recht hat, hat er recht. Weiterlesen

24.09.2009 – Vorbereitungen in Boulder und Thornton, Colorado

Wir stehen bereits um 4.30 Uhr auf, da unsere innere Uhr noch nicht an die lokale Zeit gewöhnt ist. Zu Hause wäre es bereits 12.30 Uhr mittags. Bis 6.00 vertreiben wir die Zeit mit Lesen und den Tag planen. Um 6.00 können wir uns ans Frühstücksbuffet machen, es sieht lecker aus und wir essen ausgiebig, da wir tagsüber keine Zeit mehr haben ein richtiges Mahl zu uns zu nehmen.

Wir fahren nach Thornton, um im Haus von Lucas eine Inventarliste zu erstellen, von Sachen die er noch in die Schweiz verschiffen möchte. Die Mieter seines Hauses sind sehr nette Leute und sie waren begeistert über unser Vorhaben in Amerika. Weiterlesen

23.09.2009 – Anreise von Zürich über New York nach Denver

Wir sind von Zürich am 23. September um 9.55 Uhr gestartet und um 12.30 Lokalzeit in New York gelandet. Auf dem Flughafen JFK in New York haben wir uns mit den Marketingleuten getroffen und ein erstes Gespräch geführt. Wir haben dabei ein sehr gutes Gefühl bekommen.

Um 19.00 Uhr sind wir dann von New York nach Denver weitergeflogen. Auf dem Flughafen konnten wir bei der Autovermietung einen kleinen Nissan Jeep mieten. Wir sind gleich nach Boulder weitergefahren und haben auf Anhieb ein gutes Hotel gefunden. Um 6.00 Schweizer Zeit sind wir dann endlich ins Bett gekommen. Trotz der zeitlichen Umstellung haben wir dann super geschlafen. Das Frühstück um 6.00 Uhr lokal Zeit hat sehr gut geschmeckt. Über alles gesehen hatten wir einen idealen Start für unser Vorhaben und werden uns heute mit den Leuten, die den Film produzieren werden, treffen.